Optimierung der Herz­insuffi­zienz-Versor­­gung in der Region

Oberammergau. Rund 3 Mio. Menschen in Deutschland lei­den an Herzschwäche. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto eher lässt sich der Verlauf bremsen. Mit der Anschaffung eines neuen Herz-Ultraschallgeräts (Echokardiographie) legte das Gesund­heits­zentrum Ober­ammer­gau einen Meilenstein in der Diagnostik dieser Erkrankung.

Herzschwäche, auf dieses Gebiet hat sich der Chefarzt Kardiologie der Fachklinik am Kofel im Gesundheitszentrum Oberammergau, Dr. med. Armin Rosenberger, spezialisiert und freut sich daher besonders über diese Neuanschaffung: „Das neue Gerät stellt einen ersten Baustein für das geplante Herzinsuffizienznetzwerk dar. Geplant ist dies in Kooperation mit dem Klinikum Garmisch sowie den Niedergelassenen Kardiologen. Das Projekt ist Teil der neuen Strategie der kardiologischen Dachgesellschaft (DGK) zur besseren Versorgung der Herzschwäche-Patienten in unserer Region.“

Neben allen kardiologischen Untersuchungen auf technisch neuestem Stand kann durch erweiterte Zusatzfunktionen speziell die Herzschwäche besser diagnostiziert werden, erläutert Dr. Rosenberger. Spezielle Gewebeanalysen und dreidimensionale Verfahren helfen vor allem, auch die unterschätzte, aber größte Gruppe der Herz­insuf­fizienz­patienten mit der sog. diastolischen Herzschwäche zu diagnostizieren. Diese Form der Herzschwäche hat eine erhaltene Pumpkraft, jedoch ein Problem bei der Muskelentspannung. Diese Gruppe hat die Patienten mit eingeschränkter Pumpkraft (systolische Herzschwäche) bereits überholt und wird weiter zunehmen, so die Einschätzung der Kardiologen.

Auch bei der Entscheidung, welche Patienten durch einen implantierbaren Defibrillator geschützt werden sollen, liefert das Gerät zusätzliche Daten. „Wir haben gelernt, dass der Parameter „Herzschwäche mit eingeschränkter Pumpkraft“ allein zu kurz greift. Durch die Analyse der Medical Dispersion (MD) steht künftig ein zusätzliches Puzzleteil zur Verfügung“, betont Dr. Rosenberger.

Die Anschaffung des neuen Geräts als Baustein für das angestrebte Herz­insuffizienz­netzwerk wird zur besseren Versorgung der Herzschwäche-Patienten im Ammertal führen und bestätigt wieder einmal die Verbundenheit des Gesundheits­zentrum Ober­ammer­gau mit der Region nach dem Motto „In der Region – für die Region“.


Foto: prb/Lilo Brückner
Zu Recht stolz auf diese Neuanschaffung des Gesundheitszentrums Oberammergau, ein Ultraschallgerät, mit dem Herzschwäche besser diagnostiziert werden kann, sind Mitinhaber Norbert Schaknat (rechts) und der Chefarzt Kardiologie der Fachklinik am Kofel im Gesundheitszentrum Oberammergau, Dr med. Armin Rosenberger.